Gefährliche und harmlose Algen im Aquarium

Wie bereits erwähnt, sind Algen nicht gleich Algen, und somit ist zwischen harmlosen und gefährlichen Algen zu unterscheiden. Zu den Algenarten, die insbesondere im Aquarium erscheinen können, zählen unter anderem Rotalgen, Blaualgen, Braun- und Kieselalgen sowie Grünalgen.

Gefährliche Algen

Blaualgen

Besonders in der Anfangsphase sind Blaualgen für das Aquarium bedrohlich, da sich das Aquariumssystem zu diesem Zeitpunkt noch nicht konstant eingespielt hat. Sie haben blaugrüne, manchmal auch braunschwarze Überzüge auf Blättern, Steinen, Holz und Bodengrund. Darüber hinaus riechen sie sehr penetrant. Treten diese Art von Algen auf, bedeutet es, dass zu viele Nährstoffe im Wasser sind, vor allem Nitrat und Phosphat. Eine Möglichkeit diese Algen zu bekämpfen, ist sie mit einem Abziehschlauch schnell und immer wieder zu entfernen, bis sie endgültig verschwunden sind. Eine weitere Option ist eine Dunkelkur, wobei man auch hier zunächst die sichtbaren Blaualgen entfernt und einen Wasseraustausch vornimmt. Anschließend sollte mit einer Membranpumpe belüftet und die CO2-Zufuhr abgestellt werden, und zuletzt das Aquarium für 7 Tage abgedunkelt werden.  Bei starkem Befall kann nach 3-4 Tagen einer erneuter Wasserwechsel stattfinden.

Rotalgen

Zu den Rotalgen gehören die Bart-, Pinsel- und Büschelalgen und sie sind besonders schwierig zu entfernen. Hohe Ammoniumwerte oder zu wenig CO2 können ein Auslöser für das Erscheinen dieser Algenart sein. Bestenfalls beseitigt man die gesamte Pflanze Bartalgen erkennt man an langen, blaugrünen und schwarzen Fäden, die meist an den Rändern von Pflanzenblättern wachsen.   Büschel- und Pinselalgen haben eine schwärzliche grünliche Farbe und ihre eigentliche Rotfärbung ist überdeckt. Eine gute Möglichkeit Bart-, Pinsel- und Büschelalgen zu beseitigen, ist der Einsatz von Algenfressern wie der Siamesischen Rüsselbarbe, Ammano Garnelen und Apfelschnecken.                

Harmlose Algen

Braun- und Kieselalgen

Möglicherweise kann schon einige Tage nach der Einrichtung des Aquariums ein feiner, brauner Belag an den Scheiben auftreten. Ihre Körperstruktur ist meist in Blatt, Stiel und Haftorgan gegliedert. Hierbei handelt es sich häufig um Kieselalgen. Allerdings sind Braunalgen sehr leicht mit einem Scheibenreiniger zu entfernen. Andererseits verschwinden sie auch wieder, sobald die Aquarienpflanzen richtig herangewachsen sind und optimale Sauerstoffwerte im Aquarium herrschen.

Grünalgen

Die Grünalgen, die häufig in Pfützen, Tümpeln, Flüssen und Seen auftreten, sind grüne teilweise sehr filigrane und grasähnliche Pflanzen. Selbst wenn Grünalgen als Indikator für eine gute  Wasserqualität im Aquarium gelten, so sind sie dennoch sehr unbeliebt bei Aquarianer, da sie Nährstoffkonkurrenten für Aquarienpflanzen sind. Zu wenig CO2 und Nitrat sowie längere Beleuchtungsphasen können den Wuchs begünstigen. Auch in diesem Fall sind Aquarienpflanzen und Algenfresser eine ideale Methode den Algenwuchs zu bekämpfen.

Algenbildung im Aquarium dauerhaft bekämpfen

Algen können für einen Aquarianer zu einem ernsthaft quälenden Problem werden. Daher ist es ratsam, das Problem frühestmöglich zu bekämpfen und wer einige grundlegende Maßnahmen ergreift, kann den Algenwuchs vorab bekämpfen.  Einen nicht zu sonniger Standort, eine kontrollierte Beleuchtung, geeignete Wasserpflanzen, eine gewissenhafte Wasserpflege und nicht zu viele Aquarientiere, können den Algenwuchs unterbinden.    

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