Ursachen eines intensiven Algenwachstums

Auf der Suche nach den Ursachen für ein Ungleichgewicht, ist zunächst eine Analyse der Bedingungen im Aquarium notwendig. Liegt es möglicherweise an einer zu geringen oder zu starken Beleuchtung, zu vielen Fischen, den falschen Pflanzen oder einer falschen CO2-Versorgung? Grundsätzlich kann die Analyse in drei relevante Hauptkategorien unterteilt werden: Aquarientiere, Licht und Bepflanzung.

Die Bepflanzung

Durch zu viel Fischfutter oder allgemein zu viele Aquarienbewohner kann sich die Wasserqualität verändern, wobei ein erhöhter Ammoniumwert zu Algenwachstum führen kann. Ein wöchentliches Wechseln des Wassers sollte der richtige Wert sein, um die Nährstoffe aus dem Wasser zu filtern und den Ammonium- und Nitritwert wieder auf 0 mg pro Liter zu bringen. Einige Aquarienpflanzen sind im Gegensatz zu Algen bei einem Nährstoffdefizit nach wie vor überlebensfähig, wohingegen die Pflanzen ihr Wachstum einstellen oder/und absterben können. Jedoch können schnellwachsende und nährstoffhungrige Aquarienpflanzen, wie Hornkraut, Hilfe bei der Algenbekämpfung leisten, indem sie durch die Eigenbeanspruchung den Algen die Nährstoffgrundlage entziehen.  Ein gutes Nährstoffgleichgewicht sowie ideale Wuchsbedingungen sollten für diese natürliche Algenbekämpfung gegeben sein; ausreichend Licht, CO2 und Dünger sollten ebenso behilflich sein. 

Das Licht

Einige Algen vermehren sich insbesondere, wenn sie zu viel Sonnenlicht oder künstliches Licht erhalten. Grundsätzlich sollte eine Beleuchtungszeit von 10 Stunden pro Tag nicht überschritten werden. Eine Reduzierung der Beleuchtungszeit, Beleuchtungspausen oder die Wahl eines anderen Leuchtmittels können eine Verbesserung herbeiführen, aber auch eine Verdunklung des Beckens für 1-2 Tage mit einer nachfolgenden Beleuchtungszeit von 8-9 Stunden pro Tag kann das Problem verbessern. Doch nicht alle Algen gedeihen lediglich bei einem Lichtüberschuss, sondern einige Algen,  wie die Kieselalgen, wachsen bei zu wenig Licht und erhöhten Silikatwerten.

Aquarientiere

Im Kampf gegen den Algenbewuchs können auch Aquarientiere eingesetzt werden. Garnelen, aber auch Schnecken oder Fischarten wie die Siamesische Rüsselbarbe, welche gerne Pinselalgen fressen, eigenen sich hierfür hervorragend. 

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Kommentar von Timo |

Wichtig zu erwähnen ist auch, dass man gerade als Anfänger nicht sofort Panik bekommen sollte, wenn in der Einfahrphase des Aquariums die ersten Algen auftreten. Das ist völlig normal und kein wirklicher Grund zur Sorge.

Hier hilft es mir zumindest immer, die Algen abzusaugen und mechanisch uu entfernen. Regelmäßige Wasserwechsel bringen Algenfördernde Nährstoffe aus dem Aquarium und Pflanzenwichtige Nährstoffe wieder rein. Sobald die Pflanzen ausreichend an Biomasse zugelegt haben, sollte sich auch nach und nach ein stabildes Gleichgewicht im Aquarium einstellen und die Algen nach und nach verschwinden.

Von deinem Tipp, Tiere als Kampfmittel gegen die Algen einzusetzen, halte ich allerdings gar nichts. Natürlich schaden ein paar Amanogarnelen nicht, aber an sich muss die Ursache der Algen ausfindig gemacht werden ;)

Schönes Wochenende noch!