Wasserpest (Elodea) – der Segen für das Aquarium

Viele Aquaristikfans dürften die Wasserpest schon einmal besessen haben oder zumindest kennen. Anders, wie es der Name vermuten lässt, ist die Pflanze keine Pest. Ganz im Gegenteil, denn für das Aquarium kann Elodea richtig nützlich sein. Zudem wirkt sie natürlich auch sehr schön, da sie äußerst stabile Blätter besitzt, die sich meist in 3er Gruppen um den Stiel anordnen.

Herkunft der Wasserpest

Die Wasserpest stammt ursprünglich aus Nordamerika. Durch den Schiffverkehr wurde sie allmählich breit getragen. Dies hat sie auch ihren guten Anpassungsmöglichkeiten zu verdanken. Da die Pflanze sehr schnell wuchs, verbreitete sie sich rasch in den Seen und Bächen Deutschlands. So kam es, dass die Wasserpest auch in den heimischen Aquarien zum Einsatz kam. Bis heute bietet die Pflanze sowohl in der freien Natur wie auch in den Becken Schutz und Lebensraum für viele Wasserbewohner. Einzig von einigen Wassersportlern oder Angler wird die Elodea etwas verkannt, da sich oftmals Motoren der Boote und Angelhaken in dem robusten Blattwerk verfangen.

Blütezeit und Vermehrung – schon gesehen?

Ja, die Wasserpest kann blühen und das sogar richtig schön mit wunderhübschen, weißen Blüten. Leider passiert dies in der Regel recht selten, da sich die Elodea inzwischen anderweitige Verbreitungsmethoden angeeignet hat. Eine davon ist im Aquarium natürlich die Vermehrung auf vegetativem Wege. Dabei reichen kleinste Pflanzenteile schon aus, um eine komplett neue Wasserpestpflanze entstehen zu lassen.

Größe der Pflanze

Das Wachstum der Wasserpest variiert sehr stark und ist natürlich auch immer ein Spiegel für die Wasserqualität. Wenn die Pflanze nicht wächst, sollte man Sauerstoff- und Säuregehalt sowie die Wasserhärte überprüfen. Auch die Temperatur könnte nicht stimmen. Wenn jedoch alle Werte optimal sind, kann die Elodea theoretisch über 1Meter hoch werden mit 1cm großen Blättern. In der Praxis wird dies natürlich nicht möglich sein, da die meisten Becken nicht einem solchen Größenmaß entsprechen. Darum kürzt man sie in der Regel, wenn sie zu groß wird. Den Abschnitt kann man im Übrigen erneut einpflanzen oder einfach im Wasser treiben lassen, auch daraus entstehen neue Wasserpestpflanzen.

Wasserpest – ja oder nein?

Es gibt einige Gründe, die für die Wasserpest sprechen. Jedoch spricht auch einiges dagegen. So ist die Pflanze zum Beispiel sehr vermehrungsfreudig und siedelt sich äußerst schnell an. In einem Aquarium wird man sie kaum wieder los und muss ihr ständige Pflege widmen, da sie sonst schnell überhandnimmt. Andererseits ist die Wasserpest ein Gegner der Algen und verdrängt diese förmlich.  Das dichte Blattwerk sorgt zudem für ausreichend Sauerstoff, was sich wiederum sehr gut auf die Fische auswirkt.

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